Swiss GAAP FER 22
Langfristige Aufträge
Beschreibung
Nach Swiss GAAP FER 22 «Langfristige Aufträge» sind langfristige Fertigungsaufträge grundsätzlich nach der Percentage of Completion-Methode (PoC-Methode) zu erfassen. Unter der Bedingung, dass die in Ziffer 4 aufgeführten Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind, muss die PoC-Methode angewendet werden. Damit werden anteilige Gewinne über die Dauer des langfristigen Auftrags periodengerecht realisiert. Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, erfolgt eine Bilanzierung nach der Completed Contract-Methode (CC-Methode). Offenzulegen sind u.a. die angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze für langfristige Aufträge, die zur Bestimmung des Fertigstellungsgrads angewendete Methode und der Betrag, welcher als Umsatz aufgrund der PoC-Methode erfasst wurde.
Entstehungsgeschichte
| 1997-2001 | Eine Subkommission unter der Leitung von Lorenz Lipp nimmt ihre Tätigkeit auf und erarbeitet einen Entwurf für einen FER 22 «Langfristige Aufträge». |
| 2001 | Die Fachkommission verabschiedet die überarbeitete Fachempfehlung FER 22 zur «Langfristige Aufträge und beschliesst die Inkraftsetzung per 1. Januar 2002.
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| 2002 | Erstmaliges Inkrafttreten der neuen Fachempfehlung. FER 22 ist anzuwenden für Geschäftsjahre, welche am 1. Januar 2003 oder später beginnen. |
| 2005 | Überarbeitung der Fachempfehlung im Rahmen der Gesamtüberarbeitung der FER. Im Rahmen des Projekts werden geringfügige Anpassungen im Layout der Fachempfehlung vorgenommen. |
| 2006 | Die Fachkommission verabschiedet den überarbeiteten Entwurf zum FER 22 und beschliesst dessen Inkraftsetzung per Januar 2007. |
| 2007 | Inkrafttreten der überarbeiteten Fachempfehlung. FER 22 ist anzuwenden für Geschäftsjahre, welche am 1. Januar 2007 oder später beginnen. |
Literatur (Auswahl)
- Meyer Conrad, Bischoff Olivia, «Langfristige Aufträge nach Swiss GAAP FER – Eine konzeptionelle Analyse», Der Schweizer Treuhänder 3/2009