Swiss GAAP FER 20 "Wertbeeinträchtigungen"
Die Werthaltigkeit zahlreicher Vermögenswerte wird in einem sich rasant verändernden Umfeld immer öfter in Frage gestellt. Swiss GAAP FER 20 regelt, zu welchem Zeitpunkt ein sog. Impairment-Test durchzuführen ist, welche Methoden diesem zugrunde liegen und wie die Auswirkungen im Jahresabschluss zu erfassen sind: Liegen Anzeichen für eine Wertbeeinträchtigung vor, ist der erzielbare Wert des Vermögenswertes zu berechnen. Liegt dieser unter dem Buchwert, so muss der Minderwert als Wertbeeinträchtigung in der Erfolgsrechnung erfasst werden. Der erzielbare Wert ist der höhere von Netto-Marktwert (Verkaufspreis) und Nutzungswert (Barwert der künftigen Geldflüsse). Die Bestimmung des erzielbaren Wertes hat grundsätzlich auf Basis des einzelnen Vermögensgegenstandes zu geschehen. Wo dieser für sich allein keine unabhängigen Geldflüsse generiert, erfolgt die Berechnung auf Basis der kleinstmöglichen Gruppe von Vermögenswerten (sog. cash generating unit). Die Wertbeeinträchtigung ist erfolgswirksam zu erfassen und im Anhang zu erläutern. Die Veränderung der zugrundeliegenden Faktoren kann die Rückgängigmachung der Wertbeeinträchtigung erforderlich machen.